weil wenn
“weil wenn” (english version below)
In Zusammenarbeit mit Sascha Schmalenberg
Die Frage nach der Darstellbarkeit und Abbildbarkeit des Holocaust als westlich-zivilisatorischer Endstation, deren nachträgliche Instrumentalisierung, Kommerzialisierung, Fiktionalisierung und Vereinnahmung war bei dieser Arbeit der Ausgangspunkt.
Der Arbeit liegt die Auseinandersetzung mit meiner Identität als Kind deutscher und jüdischer Eltern in Bezug auf den Holocaust zugrunde. Die Auseinandersetzung mit der Shoah, hauptsächlich geprägt durch omnipräsente mediale Bilder (Dokumentationen, Spielfilme, Literatur) geriet für mich zu einer Unmöglichkeit, da es für mich als Nachgeborene keinen artikulierten innerfamiliären Anhaltspunkt und zudem keine Möglichkeit gab, einen eindeutigen Platz zu finden, weder auf der Opfer- noch auf der Täterseite. Mein Hauptinteresse galt meiner eigenen Hilflosigkeit dieser Thematik gegenüber.
Die Essenz dieser Arbeit, damals ein umfangreiches Projekt, ist für mich ein einzelnes schwarz-weiß Foto, ein Selbstportrait, mit dem Titel „weil wenn“. Die Aufnahme ist ambivalent, lässt meine Fragen und meine Anmaßung in der Hilflosigkeit mitschwingen, ist provokant und gleichzeitig aber vielschichtig genug, um einer Diskussion standzuhalten.
“because, if”
The question of representability and image making of the holocaust as western civilisations terminus, the belated exploitation, commercialization, making fiction of it and monopolizing was in this work the starting point.
The work deals with the discussion of my identity, as a child of jewish and german parents, concerning the holocaust. The faceoff with the topic of the holocaust, mainly formed by omnipresent media pictures (ducumentaries, movies and literature) became for me an impossibility, because for me as a borned after was no articulated innerfamiliar clue concerning the possibility to find the „right“ place, nether on the victims nor on the delinquents side. My main interest in this work is my own helplessness concerning this topic.
The essence of the work „Conservation Camp“, a larger project, for me is a single black&white Print, a Selfportrait titled „weil wenn“ (because if). This Photograph is quite ambivalent, but in question and presumtiousness in my helplessness conjured up by this picture, is provocative and at the same time complex enough to sustain a discussion.
